LA Linda Achtel

    LA Die Ruhe vor dem Sturm

    Seit einiger Zeit wurde es etwas ruhiger um mich. Dies lag daran, dass ich mich nach dem Sempachersee Duathlon aus dem Renngeschehen zurückzog, um das Training nochmals zu forcieren. Nun ist knapp ein rennfreier Monat vergangen. Zeit, um die letzten Wochen ein wenig Revue passieren zu lassen.

    Gesunde Mischung

    Zur Überraschung weniger prägten unzählige Lauf- und Radkilometer meine zurückliegenden Trainingswochen. Meine Trainerin und ich konzentrierten uns auf die Erhöhung des Umfangs, um die Grundlage für die abschliessende Saisonhälfte zu legen. Lange Radausfahrten und Longsruns waren dabei keine Seltenheit. Gepaart wurden die längeren Einheiten jedoch auch von einigen kurzen und schnellen Bahn- und Zeitfahrtrainings. Intervalle kamen dabei nicht zu kurz. Auch dem Wechseltraining schenkten wir eine grosse Aufmerksamkeit. Ausserdem absolvierte ich die Powermanstrecke sowohl mit dem Rad als auch zu Fuss, um mich bereits jetzt auf meinen Short Distance Duathlon am 04.09.2016 einzustimmen und optimal vorzubereiten.

    Bewusstsein

    Warum ich diesen Sport so sehr liebe, wurde mir zum wiederholten Male auf den silbernen Tablett serviert: neue Orte und Strassen erkunden, Gipfel erklimmen, Abfahrten meistern, das Brennen der Oberschenkel spüren, den Schweiss der Anstrengung fühlen, den erhöhten Herzschlag wahrnehmen, die Zugluft einatmen, den Kampf mit dem Wind aufnehmen, die Schönheit der Landschaft aufsaugen, den Klang von Vogelgezwitscher aufnehmen, sich Duellen mit so manchen Männern stellen, Dampf ablassen, Selbstzweifel besiegen, an Baustellen arbeiten, Stärken fördern und das Glück, diese Dinge gesund, munter und verletzungsfrei erlebt zu haben. Ich brauche keine Millionen auf dem Konto. Vielmehr sind es die kleinen Dinge des Lebens, die das Leben so lebenswert und einzigartig machen. Die eigene Freude und Verrücktheit an der Bewegung mit Leuten zu teilen, die genauso ticken wie man selbst, setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen noch auf.

    Die Achterbahn der Gesundheit

    Nach zwei ansprechenden Trainingswochen war es mal wieder um mich geschehen. Ich merkte sofort, dass sich etwas anbahnte. Bei mir beginnt eine Erkältung zum überwiegenden Teil mit Hals-/Rachenbeschwerden. Schon das 3. Mal innert 6 Monaten war ich nun gesundheitlich angeschlagen. Für einen Sportler gibt es nur zwei Dinge. Entweder das Training zurückschrauben aber weitertrainieren oder komplett auskurieren und den Körper nicht noch zusätzlich mit Training belasten. Ich habe aus meinen Leichtathletikjahren gelernt. Sobald ich merke, dass etwas mit mir nicht stimmt, wird ein Trainingscut gemacht. Der Körper hat schon genug damit zu tun, gegen die Krankheit anzukämpfen. Mit Sport, Belastungen und Training stresst man sein gesamtes Immunsystem zusätzlich und die Viren breiten sich noch mehr im gesamten Körper aus. Pfeiffersches Drüsenfieber lässt grüssen. Was bringt es, weiter zu trainieren und geschwächte die Trainings zu absolvieren, anstatt vollkommen Ruhe zu geben und mit neuen Kräften wieder in den Trainingsalltag einzusteigen. Viele Sportler haben Angst, dass ihre Form durch eine Trainingspause weg ist. Da stellt sich bei mir die Frage: Hast du dich schon mal gefragt, warum du gesundheitlich angeschlagen bist? Meine Antwort lautet: Weil dein Körper keine Maschine ist und auf die unterschiedlichsten Einflüsse reagieren kann und darf. Warum ich in diesem Jahr oft mit Erkältungen kämpfte, lag daran, dass ich erst in meinem zweiten Ausdauerjahr stecke und der Körper, das Immunsystem und alle anderen Prozesse ihre gewisse Anpassungszeit brauchen. Dies wird mir in diesem Jahr sehr deutlich vor Augen geführt. Es ist immer ärgerlich für eine kurze Dauer aus dem Trainingsrhythmus rausgeworfen zu werden, doch der Körper signalisiert, wenn es zu viel wird.

    Vorausblick

    Am kommenden Wochenende werde ich sowohl am Samstag als auch am Sonntag an der Startlinie stehen. Samstag steht der Urner Duathlon an, der wieder ein schnelles Rennen verspricht. Am Sonntag werde ich an einem regionalen Laufwettkampf mein Bestes geben. Dieser Doppelstart dient mir als Härtetest und gleichzeitig als gut Vorbereitung auf den Powerman Zofingen.
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